Veröffentlicht! Published!

http://www.afrika-sued.org/aktuellesheft/diesaatgehtauf/

Ein von mir geschriebener Artikel wurde in „Afrika Süd“ veröffentlicht, einer deutschen Zeitschrift, die regelmäßig über die Geschehnisse im südlichen Afrika berichtet. Sie wurde während der Anti-Apartheids Bewegung in Bonn gegründet.
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School’s Holiday Program / Ferienprogramm

Vom 7. – 11.4. hat bei SEED das Ferienprogramm für Kinder von 6-11 Jahren stattgefunden. Täglich von 9-16 Uhr kamen die Rabauken. Neben 3 Mahlzeiten am Tag, gab es ein Programm. Morgens begann es mit Unkraut jäten, Pflanzen und über Erde lernen, weiter ging es mit einer Art Yoga für Kinder. Später gab es jemanden der enthusiastisch Kurzgeschichten erzählt hat und der Tag endete mit einen Kreativprogramm – von Stricken über Basteln bishin zum Wand bemalen mit Neil.

Es war eine spannende und sehr anstrengende Woche. Kinder sind vielfältige, kreative und tolle Wesen; wenn es jedoch 40 davon sind, die einem hinterherlaufen, einen umarmen, rumschreien und nicht auf einen hören, kann es seehr nervig werden! Jeden Tag bin ich um 8 ins Bett gefallen; Hut ab für alle die täglich mit Kindern arbeiten! Ich denke, die Kinder hatten viel Spaß und wir konnten sie wenigstens ein paar Tage von ihrem Alltag auf den Straßen Mitchell’s Plains‘ fernhalten.

From the 7th to the 11th of April SEED hosted a School’s Holiday Program for kids from 6-11. They came to Rocklands Primary School each day from 9am to 4pm. Besides 3 meals a day we had a diverse program. Started with gardening (weeding, planting, learning about soil), then we went on with 2 hours of yoga and ways of breathing. We also had an enthusiastic story teller and Neil who painted a wall with the kids. Furthermore the kids had the chance to draw and to learn knitting.

It was an exciting and exhausting week. Children are very creative, cute and awesome. But with 40 kids each day you can get annoyed very easily. They sometimes don’t want to stop following, hugging you and screaming at each other. I fell asleep at 8pm every day – i admire eeryone who works with kids every day! I think and hope that the kids enjoyed the time and that we kept them away from the streets for at least a week.

Bei dem Litter Program sammeln wir mit den Schüler Müll und erklären ihnen, warum es wichtig ist, Müll zu sammeln und zu recyclen. Dafür haben wir ein paar schöne Poster entwickelt 😉

At the Litter Program we’re collecting rubbish with the kids and try to explain to them how important it is to recycle and not to litter. For the presentation we designed nice posters 😉

Little Green Corner

Die Little Green Corner (oder auch „Rocklands Primary Green Corner“) ist ein kleiner Garten hinter der Küche und neben den Hausmeistern, die sich täglich um ihn kümmern.

Wir haben den Garten mit Yoli und einer 6. Klasse designed und aufgebaut. Die schöne Wand ist durch die kreativen Ideen der Schüler entstanden. Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit mit einer Klasse aus Deutschland, die sich ebenfalls um einen Garten kümmern und sich über die Ereignisse durch Fotos und Briefe austauschen.

Nun wollen wir dieses Projekt weiterführen!

Wir möchten mit den Kindern eine Kräuterspirale bauen, eine weitere Wand bemalen und Kletterpflanzen pflanzen.

Unser weiterer Plan ist dann, ihnen beizubringen, was man mit Kräutern alles machen kann und wie sie unsere Gesundheit unterstützen.

The Little Green Corner (or „Rocklands Primary Green Corner“) is a little garden behind the kitchen and right next to the caretakers.

We built up the garden with Yoli and a class from grade 6. While we were building it a class from germany built one as well. Both classes exchanged about their experiences with letters and pictures.

Now we want to go on with that project!

We want to create a herb corner including a herb spiral, climbing plants and another painting on a wall.

When this is done we want to teach the children what you can do with herbs and what their medicinal values are.

Lass uns wieder aufbluehen! Let’s florish again!

Was machen wir jetzt eigentlich? – Das haben wir uns leider fast täglich gefragt in den letzten Wochen bei SEED.

Jetzt „machen wir uns selbstständig“! Hannah und ich wollten und wollen etwas haben, wo wir selbst die Verantwortung für tragen und jeden Tag wissen, was zu tun ist. Deswegen rufen wir 4 Projekte (wieder) ins Leben.

Jakob und Julian, unsere Vorgänger, haben das Litter Program (Abfall/Recycling Programm) gestartet, bei dem Klassenweise Müll gesammelt und getrennt wird; dieses Programm werden wir ab nächster Woche weiterführen.

Außerdem werden wir die Little Green Corner (Kleine, grüne Ecke) wiederbeleben und Unterrichtsstunden durchführen.

Des Weiteren befindet sich hinter einem der Schulgebäude ein großer freier Platz, den wir mithilfe von Schülern bepflanzen und gleichzeitig ein paar Schattenplätze schaffen wollen.

Zu guter Letzt haben wir vor, den Bereich vor dem SEED Büro zu verschönern.

Durch die Vorbereitung habe ich bereits gemerkt, dass ich mich wieder auf die Arbeit freue, mich freue Saat zu sähen, mit Kindern zu kooperieren und SEED wieder zu einer Art Lerninstitut zu machen.

What are we going to do? – Unfortunately this is the question we asked ourselves the last few weeks at SEED.

Now we’re going to do our own thing! Hannah and me wanted and want to have something what we’re responsible for and where we can arrive each and every day knowing what to do.

So we (re-)establish 4 projects now.

The volunteers Jakob and Julian who used to be at SEED started a Litter Program. It’s about collecting trash and deciding wether it’s trash or biodegradable. We’re going to restart the project next week!

Furthermore we’re going to put more effort into the Little Green Corner and have lessons with learners.

In addition there is a big area with free space for gardening behind a building. Which literally invites us to dig and plant something with a few children.

Last but not least we want to make the balkony area infront of the office look more beautiful.

Whilst the preparation i already recognised that I started looking forward to work again. And I’m feeling happy about working with learners and help SEED to be what it’s supposed to be – an educational project.

wand von rechts

Zwischenseminar / mid-term seminar

Die letzte Woche hatten alle Freiwillige unserer Organisation (23) unser Zwischenseminar, das heißt, knapp die Hälfte meiner Zeit in Südafrika ist vorbei.

Stattgefunden hat das Seminar auf der Wortelgat Farm, in der Nähe von Stanford und doch im Nichts.

Wir durften einige Teilnehmer von anderen Organisationen begrüßen, was uns sehr bereichert hat, da wir so auch von der Arbeit in Lesotho, einem kleinen Land inmitten Südafrikas, erfahren haben.

Die Tage begannen mit Vorstellungen unserer Projekte, man spürte Freude, Leidenschaft, aber auch Schwierigkeiten.

Recht bald erwarte uns „Walk and Talk“ (Gehen und reden) – wir wanderten zu einem Strand und unterhielten uns auf dem Weg unter anderem über die Intention, warum wir hergekommen sind. Auf diese Weise konnte man sich sehr gut austauschen und wurde an seine eigene Passion für den Freiwilligendienst erinnert.

Belohnt wurden wir mit einem wahnsinnig schönen Strand und später mit einem guten Mittagessen.

Des Weiteren hatten wir einen Experten zu Besuch, der uns sämtliche Fragen zu Politik, Bildung, Wirtschaft und Sozialem in Südafrika beantworten konnte.

Außerdem sprachen wir über Kultur und den Kulturschock – der für mich auf dem Seminar eine neue Bedeutung bekommen hat: Der Kulturschock trifft dann ein, wenn eigene Werte den Werten anderer widersprechen und man nur eine schlechte Eigenschaft betrachtet, anstatt zu verstehen, dass andere Menschen andere Werte haben.

Abgesehen von den Einheiten hatten wir sehr viel Zeit die gemeinsame Zeit zu genießen und wir haben sogar die Möglichkeit bekommen, Bogenschießen auszuprobieren, was erstaunlich viel Ehrgeiz in mir geweckt hat.

Nun hat sich der Alltag wieder eingependelt, jedoch schaue ich zuversichtlich in die zweite Hälfte und freue mich auf weitere neue Erfahrungen!

Last week all of the volunteers of my organisation (23) had our mid term seminar which means i only have got half a year left. The seminar was located at Wortelgat Farm near Stanford and Hermanus. Besides the volunteers of Sage Net we welcomed a few volunteers from other organisations. A few of them are living and working in Lesotho so we fortunately got the chance to learn about that country as well.

The first days the projects were presented. You were able to see passion, happiness but also difficulties in their presentations. Later on we started the „Walk and Talk“ where we exchanged about our intentions of coming to South Africa while we were hiking to a nice beach. It was nice to listen to their stories and get reminded of your own passion about your work.

Furthermore we had a guest from South Africa who answered a few questions about politics, education, economy and society. Afterwards we talked about culture and how values can be different like humans are different. But sometimes we don’t recognise that it’s the value that’s not similar to ours and get frustrated. But now i’m able to look at situations from another point of view.

Besides the talking we had a lot of free time so we enjoyed ourselves and even tried archery which was pretty awesome!

The daily routine is back now but i’m looking forward to the next half year and all the experinces i will have!

Aus einem Samen kann ein Wald wachsen/One seed can start a forest

Alles beginnt mit der Saat – nur dadurch können Pflanzen wachsen, die das Überleben von allen Lebewesen sichern.

Die Saat ist eines der wertvollsten Dinge dieser Erde, also lasst uns dies schützen!

Es ist viel einfacher als man denkt, Saat von den Pflanzen zu ernten; noch viel wichtiger: man kann ihre faszinierende Entwicklung beobachten.

Tania ist bei SEED diejenige, die die Saat erntet und sauber macht; von ihr kann man sehr viel lernen – besonders ihre Leidenschaft für das was sie tut, ist bewundernswert. Sie kümmert sich jeden Tag um ihren Garten, als wären die Pflanzen ihre Babys; sie schneidet trockene Blätter ab, entfernt Schnecken und manchmal redet sie bestimmt auch mit ihnen.

Nun zu der Saat: man lässt die Pflanze einfach so lange stehen, bis sie sich entwickelt(d.h. Die Saat muss getrocknet sein), man darf nur keine Früchte ernten(außer die Saat ist in ihnen), und kann dann die Saat von der Pflanze und Dreck entfernen. Natürlich ist die Saatproduktion und das Ernten von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich, sodass man sich individuell informieren sollte. Man kann aus einer Pflanze unglaublich viel Saat ernten, was einfach wunderbar und den Aufwand wert ist.

Es gibt Dinge auf die man achten muss, wenn man Pflanzen bis zur Blüte stehen lässt, denn wenn man Pflanzen der gleichen Familie anpflanzt, kann es durch die Bestäubung zu einer Kreuzung kommen. Die Tomatenpflanze ist ein Selbstbestäuber, das heißt, es braucht keine Bienen sondern Wind oder ein kleines Rütteln von Menschenhand. Gleichzeitig heißt es, dass man mehrere Arten von Tomaten anpflanzen kann und sich fast keine Sorgen um Kreuzung machen muss.

Everything starts with seeds. It’s the beginning of every plant and thereby the beginning of all life. Seeds are one of the most valuable things on earth so let us save them! It’s way simplier than you think and very fascinating to see the plant producing it.

Tania is the one who saves seeds for SEED. You can learn a lot from her and i love to see her passion about what she’s doing. She cares about her plants as if they’d be her little babies. She cuts dry leafs off, takes away snails and i’m sure that sometimes she’s even talking to the sweeties.

If you want to save seeds you need to keep the plant until it makes flowers because they produce the seeds. Other plants have their seeds in their fruits (tomatoes, pumkin, melon…). When the plant is done producing the seeds you can harvest them, sometimes dry them and then clean and use! Of course each and every plant and their production of seeds is different so you need to inform yourself about them individually.

You can get so many seeds from one plant which is amazing and absolutely worth it.

There are a few things that you need to keep in mind when you do seed saving. One thing is that if plants are from the same family seeds can cross when they pollinate. But there are also plants which pollinate themselves so they don’t need bees they only need wind or a little shake from you. Tomato plants are one of this kind so there is only a little chance that they cross, which means you can keep different varieties of tomato plants in one season.

Beans – Bohnen

Alfalfa – alphalpha

Salat – lettuce

Staub wegpusten – blowing dust away